„Land Art“ verbindet Menschen, Natur und Kunst

„Land Art“ verbindet Menschen, Natur und Kunst

„Gemeinschaft verwirklichen: Mensch – Natur – Kunst“ lautete der Titel des inklusiven „Land Art“ Workshops, der im Rahmen des 150-jährigen Bethel-Jubiläums im Evangelischen Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge (KEH) Anfang Juli stattfand. „Land Art“ ist ein Konzept, das Natur und Kunst miteinander verbindet und viele kreative Gestaltungsmöglichkeiten bietet.

Teilnehmerinnen bauen Instrumente selbst

Angelika Enzian (l.) und Jana Dietrich (r.) bauen unter der Anleitung von Kerstin Minkwitz natürliche Klanginstrumente.

 „Im KEH gehört die Einbeziehung von Natur und Kunst als Teil einer ganzheitlichen Behandlung zur Krankenhausphilosophie und hat eine lange Tradition“, erklärt Organisatorin Johanna Gernentz. Gemeinsam mit Kunsttherapeutin Julia Killian hatte sie die Idee zu dem „Land Art“-Workshop. „Die grüne Lage des Krankenhauses mitten in Berlin ist schon etwas Besonderes, das wollten wir nutzen“, sagte sie.

 

Unterschiedliche Blickarten

Julia Killian und Johanna Gernentz

Julia Killian (l.) und Johanna Gernentz

Julia Killian schickte die Workshop-Teilnehmenden in den Landschaftspark auf dem KEH-Gelände, um Elemente für ihre Kunstwerke zu suchen. Ganz unterschiedliche Künstlerinnen und Künstler waren unterwegs: von der Gartentherapeutin über die Mitarbeiterin in einer Beratungsstelle bis hin zum Patienten. „Gerade das Übergreifende finde ich schön: ganz verschiedene Menschen tauschen sich miteinander aus“, so Elke Meißner, die in Krisenzeiten in der Psychiatrischen Institutsambulanz (PIA) des KEH unterstützt wird. „Ich bin vor allem von den unterschiedlichen Blickarten der Menschen überrascht“, meinte Sabine Kluckert, Patientenfürsprecherin im KEH.

„Das ist eben die Natur“

Sabine Peters und Regina Breitenbach bemalen Steine.

Sabine Peters (l.) und Regina Breitenbach lassen ihrer Kreativität beim Steine-bemalen freien Lauf.

Wegen des Starkregens in Berlin mussten Kurse kurzfristig umgeplant, verlegt oder sogar abgesagt werden. „Das ist eben die Natur“, kommentierte Johanna Gernentz gelassen. Gemeinsames Kochen, Instrumentenbau oder Steine-bemalen – Regina Breitenbach konnte sich erst nicht entscheiden. Durch einen Patienten, den sie während ihres stationären Aufenthaltes im KEH kennengelernt hatte, entdeckte sie ihre Leidenschaft für die Kunst. „Ich bin gerne kreativ, ob malen oder basteln“, sagte sie. Bei der Veranstaltung bekam sie neue Anregungen. „Durch den Workshop hat man einen Grund rauszugehen und miteinander zu kommunizieren“, ergänzte Sabine Peters, ebenfalls eine ehemalige Patientin im KEH.

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